Inhalt:
Kurzer Überblick über die Geschichte unserer Gemeinde
Im Jahre 768 unter der Regierung des Königs Pippin schenkte Gailrad – eine vornehme Frau – ihren Besitz im Dorfe Husun (Hausen) an der Weschnitz an das Kloster Lorsch. Diese Schenkung, bei der es sich um eine Siedlung nördlich der Weschnitz handelte, setzt voraus, dass bereits eine ältere Siedlungsstelle vorhanden war.
Im 15. und 16. Jahrhundert lebte sich das inzwischen beiderseits der Weschnitz gelegene Dorf, politisch und konfessionell bedingt, völlig auseinander. Dadurch entstanden die beiden selbstständigen Gemeinden Groß-Hausen und Klein-Hausen. Mit der Urkunnde des ehemaligen Reichstadthalters in Hessen wurde verfügt, dass die Gemeinden Groß-Hausen und Klein-Hausen mit Wirkung vom 1. April 1937 zu der neuen Gemeinde Einhausen zusammengeschlossen werden.
Ein erneutes Zusammenwachsen vollzog sich zunächst nur sehr zögernd und wurde durch den 2. Weltkrieg, der unsagbares Leid über die Gemeinde brachte und von der Bevölkerung große Opfer abverlangte, zusätzlich erschwert. Allein bei der Besetzung durch die Amerikaner am 26. März 1945 wurden 96 Gebäude zerstört. Viele Einwohner und Soldaten fanden den Tod.
Bei der allgemeinen Gebietsreform in Hessen Anfang der 70er Jahre konnte die Gemeinde Einhausen ihre Selbstständigkeit bewahren. Inzwischen sind aufgrund der raumüberwindenden Kraft der Neuzeit und durch Schaffung einer vorbildlichen Infrastruktur die beiden früheren Gemeinwesen auf allen Gebieten zu einer leistungsstarken Gemeinde zusammengewachsen.
Im Jahre 1968 konnte die Gemeinde ihre 1200-Jahrfeier begehen.